{"id":2328,"date":"2026-03-24T06:09:29","date_gmt":"2026-03-24T06:09:29","guid":{"rendered":"https:\/\/freundeinnot.org\/fin1\/?p=2328"},"modified":"2026-03-26T06:20:20","modified_gmt":"2026-03-26T06:20:20","slug":"kampagne-nein-zu-hinrichtungen-am-dienstag-in-56-gefangnissen-wachsende-sorge-um-die-lage-weiblicher-gefangener","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/freundeinnot.org\/fin1\/kampagne-nein-zu-hinrichtungen-am-dienstag-in-56-gefangnissen-wachsende-sorge-um-die-lage-weiblicher-gefangener\/","title":{"rendered":"Kampagne \u201eNein zu Hinrichtungen am Dienstag\u201c in 56 Gef\u00e4ngnissen \u2013 Wachsende Sorge um die Lage weiblicher Gefangener"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:48% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"330\" height=\"294\" src=\"https:\/\/freundeinnot.org\/fin1\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-3.png\" alt=\"Kampagne \u201eNein zu Hinrichtungen am Dienstag\u201c in 56 Gef\u00e4ngnissen \u2013 Wachsende Sorge um die Lage weiblicher Gefangener\n\" class=\"wp-image-2329 size-full\" srcset=\"https:\/\/freundeinnot.org\/fin1\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-3.png 330w, https:\/\/freundeinnot.org\/fin1\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-3-300x267.png 300w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kampagne \u201eNein zu Hinrichtungen am Dienstag\u201c hat die Fortsetzung eines koordinierten Hungerstreiks von Gefangenen in 56 Gef\u00e4ngnissen im Iran f\u00fcr die 113. aufeinanderfolgende Woche bekannt gegeben. Die Protestbewegung, die als Reaktion auf die zunehmende Anwendung der Todesstrafe ins Leben gerufen wurde, hat sich zu einem bedeutenden Symbol zivilen Widerstands innerhalb des Gef\u00e4ngnissystems des Landes entwickelt.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Angaben der Kampagne traten die beteiligten Gefangenen am Dienstag, dem 24. M\u00e4rz 2026, erneut in den Hungerstreik, um gegen die steigende Zahl von Hinrichtungen zu protestieren. Die Organisatoren betonten, dass die Proteste selbst unter Bedingungen von Krieg und Luftangriffen fortgesetzt werden. Trotz zunehmenden Drucks halten die Gefangenen an ihren Aktionen fest. Ziel der Kampagne ist es, die internationale \u00d6ffentlichkeit und Institutionen auf die Zunahme von Hinrichtungen sowie auf die Situation von Gefangenen aufmerksam zu machen, die unmittelbar von der Hinrichtung bedroht sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer Erkl\u00e4rung verwies die Kampagne auf Zahlen aus dem vergangenen Jahr und erkl\u00e4rte, dass landesweit tausende Gefangene hingerichtet worden seien. Zudem wurde auf die Hinrichtung mehrerer w\u00e4hrend der landesweiten Proteste im Dezember festgenommener Personen sowie eines weiteren Gefangenen in Karadsch hingewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Einsch\u00e4tzung der Kampagne spiegeln diese Entwicklungen eine Versch\u00e4rfung der Repression und eine verst\u00e4rkte Nutzung der Todesstrafe als Instrument staatlicher Kontrolle wider.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Stimmen der Gefangenen trotz Informationsblockade<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kampagne hob hervor, dass die Hungerstreiks unter Bedingungen stattfinden, in denen viele Gefangene in unsicheren Situationen festgehalten werden und ihre Kommunikation mit der Au\u00dfenwelt stark eingeschr\u00e4nkt ist. Internetabschaltungen und strenge Beschr\u00e4nkungen der Informationsverbreitung h\u00e4tten die Sichtbarkeit der Stimmen der Gefangenen erheblich reduziert. In diesem Zusammenhang versteht sich die Kampagne als Plattform, um die Lage der Inhaftierten sichtbar zu machen und internationale Menschenrechtsorganisationen darauf aufmerksam zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Weibliche Gefangene in Evin und Qarchak setzen Hungerstreik fort<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weibliche Gefangene im Evin-Gef\u00e4ngnis sowie im Qarchak-Gef\u00e4ngnis setzen ihren Hungerstreik trotz schwerer und sich verschlechternder Bedingungen fort.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Berichte weisen auf eine sich zuspitzende Krise unter weiblichen Inhaftierten hin, insbesondere in Evin und Qarchak. Das Leben der Gefangenen \u2013 darunter mehr als 200 Frauen im Evin-Gef\u00e4ngnis \u2013 soll ernsthaft gef\u00e4hrdet sein. Fehlende Rechenschaftspflicht der Beh\u00f6rden, die Einschr\u00e4nkung grundlegender Versorgungsleistungen sowie das Ausbleiben von Ma\u00dfnahmen wie Verlegungen oder Freilassungen verst\u00e4rken die Sorge vor einer humanit\u00e4ren Krise.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Evin-Gef\u00e4ngnis z\u00e4hlen die Unterbrechung der Warmwasserversorgung sowie erhebliche Verschlechterungen in den Bereichen Hygiene, medizinische Versorgung und Zugang zu Medikamenten zu den dringendsten Problemen. Diese Bedingungen bestehen fort, w\u00e4hrend viele Gefangene bereits durch \u00dcberbelegung und unzureichende Haftbedingungen geschw\u00e4cht sind und unter verschiedenen Krankheiten leiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Situation im Qarchak-Gef\u00e4ngnis in Waramin wird als noch kritischer beschrieben. Dort werden derzeit etwa 80 Frauen festgehalten, die w\u00e4hrend der Proteste im Dezember verhaftet wurden. Die Einrichtung steht seit l\u00e4ngerem in der Kritik wegen extremer \u00dcberbelegung sowie mangelnder grundlegender Infrastruktur und Versorgung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kampagne \u201eNein zu Hinrichtungen am Dienstag\u201c hat die Fortsetzung eines koordinierten Hungerstreiks von Gefangenen in 56 Gef\u00e4ngnissen im Iran f\u00fcr die 113. aufeinanderfolgende Woche bekannt gegeben. 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