Frauenfeindliches Regime im Iran: Brutalste Gewalt gegen Aktivistinnen der Freiheitsbewegung

Viele der mutigen Frauen, die bei der Volkserhebung im Januar gegen die Diktatur im Iran protestierten, haben ihren Einsatz für Freiheit mit ihrem Leben bezahlt. Die iranischen Frauen, die mehr denn je zur Zielscheibe brutalster Unterdrückung geworden sind, brauchen die Solidarität und Unterstützung der internationalen Gemeinschaft.

Hamedan (Westiran): Frauen protestieren mit Sitzstreiks gegen brutale Regime-Truppen

Auch während der jüngsten Volkserhebung gegen die islamistische Diktatur haben die Machthaber im Iran ihre extreme Frauenfeindlichkeit demonstriert, indem sie mit äußerster Brutalität gegen die Frauen vorgegangen sind, die für Demokratie und Frauenrechte demonstriert haben. 

Bilder von im Januar 2026 getöteten Demonstrantinnen: Viele Frauen haben ihre Proteste für Freiheit im Iran mit ihrem Leben bezahlt.

Bilder von im Januar 2026 getöteten Demonstrantinnen: Viele Frauen haben ihre Proteste für Freiheit im Iran mit ihrem Leben bezahlt.

Nach Angaben von Augenzeugen und Menschenrechtlern haben Regime-Gardisten Frauen und Mädchen, die friedlich auf den Straßen protestieren, gezielt getötet, indem sie auf ihren Kopf und Oberkörper schossen. Viele wurden durch Kopfschüsse aus nächster Nähe regelrecht hingerichtet. 

Verifizierte Videoaufnahmen zeigen, dass Regime-Truppen Ansammlungen von Demonstrantinnen mit Maschinengewehren unter Beschuss genommen haben. Dort sind viele Frauen und Mädchen zu sehen, die blutüberströmt auf der Straße liegen, getroffen von tödlichen Schüssen auf den Kopf und das Herz.

Dabei ging es nicht darum, die Demonstrationen aufzulösen, sondern die Truppen schossen auf lebenswichtige Organe, um zu töten. An den Tötungen waren auch Scharfschützen beteiligt, die auf Hausdächern postiert wurden und die Frauen von oben unter Beschuss nahmen. Es war eine systematische Strategie der Machthaber, die Freiheitsbewegung durch gezielte Massentötungen auszulöschen.

10. Januar 2026: In und vor einer Leichenhalle im Teheraner Vorort Kahrizak liegen hunderte getötete Demonstranten in Leichensäcken. Verzweifelte Menschen suchen nach ihren vermissten Angehörigen. Unter den Getöteten sind viele Frauen.
Aufgrund der Internetsperrungen und der Drohungen und Einschüchterungen, denen Familienangehörige durch den Regime-Geheimdienst ausgesetzt sind, konnte bisher nur ein geringer Teil der Daten über die Todesopfer erfasst werden. Dennoch sind Frauenrechtlerinnen dabei, immer mehr Todesopfer zu identifizieren.

Aufruf an die internationale Gemeinschaft zum sofortigen Handeln:

Die vom iranischen Regime verübten Massentötungen sind schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die für diese Verbrechen verantwortlichen Regime-Funktionäre müssen international zur Rechenschaft gezogen werden. Staatsanwaltschaften auf der ganzen Welt müssen aktiv werden. Nach dem Prinzip der universellen Gerichtsbarkeit (Weltrechtsprinzip) müssen strafrechtliche Ermittlungen gegen die Verantwortlichen eingeleitet werden. Es müssen weltweit Haftbefehle gegen Personen erlassen werden, gegen die Beweise für eine strafrechtliche Verantwortung vorliegen.

Im Rahmen der Schutzverantwortung hat die internationale Gemeinschaft die Pflicht, demonstrierende Zivilisten vor Massentötungen durch das iranische Regime und seine Revolutionsgarde zu schützen.

Unter den getöteten Demonstrantinnen ist die Krankenschwester Mansoureh Heydari (im Bild mit ihren beiden Söhnen). Am 8. Januar 2026 wurde sie bei einem friedlichen Protestmarsch in der südwestiranischen Stadt Bushehr von Regime-Gardisten erschossen.

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