Abscheuliche Hinrichtungswelle im Iran: Sechs bekannte politische Gefangenehingerichtet

Das Teheraner Regime demonstriert seine ganze Menschenverachtung, indem es das
Kriegsgeschehen ausnutzt und immer mehr politische Gefangene ermorden lässt.
Weltweit rufen Menschenrechtler zum verstärkten Einsatz auf, um die Hinrichtungen im
Iran zu stoppen.

Die Teheraner Diktatur setzt massiv Hinrichtungen als Unterdrückungsinstrument ein, um die aufbegehrende Bevölkerung einzuschüchtern. Innerhalb von sechs Tagen hat das iranische Regime sechs im Iran und international bekannte Menschenrechtsaktivisten hinrichten lassen.

Bei den Hingerichteten (im Bild v.l.n.r.) handelt es sich um: Vahid Bani-Amerian (33), Abolhassan
Montazer (66, Architekt), Babak Alipour (34), Pouya Ghobadi (33, Elektroingenieur), Mohammad Taghavi
(59) und Ali Akbar Daneshvarkar (58, Bauingenieur).

Die Männer waren entschiedene Gegner der islamistischen Diktatur und haben sich in der Bewegung für Freiheit und Demokratie im Iran engagiert. Daher wurden sie seit Jahren vom Regime-Geheimdienst verfolgt und waren mehrfach in Haft. Seit Ende 2023 bzw. Anfang 2024 waren sie durchgehend in Gefangenschaft.

Paris: Mit Kundgebungen und Mahnwachen protestieren Exiliraner gegen die Hinrichtungen.

Im Teheraner Evin-Gefängnis wurden die Menschenrechtler monatelanger Isolationshaft und schwerer Folter ausgesetzt, um sie zu zwingen, mit dem Regime bei der Unterdrückung der Freiheitsbewegung zusammenzuarbeiten. Sie weigerten sich jedoch, dies zu tun, und hielten an ihren Idealen und ihrem Streben nach Demokratie und Menschenrechten fest.

Iran: Familienangehörige von zum Tode verurteilten Gefangenen protestieren gegen die Hinrichtungen. 

Aus diesem Grund stellte das Regime die sechs Gefangenen als „Staatsfeinde“ vor Gericht. Sie wurden in rechtswidrigen und unfairen Gerichtsprozessen zum Tode verurteilt. Am 29. März wurden die Gefangenen vom Ghezel-Hesar-Gefängnis in der Provinz Alborz an einen unbekannten Ort verschleppt, wo sie ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten und in den darauffolgenden Tagen hingerichtet wurden.

Im Iran sind zahlreiche weitere politische Gefangene in akuter Hinrichtungsgefahr. Weltweit rufen Menschenrechtler zum verstärkten Einsatz auf, um die Hinrichtungen zu stoppen und das Leben der Häftlinge zu retten.

Dazu erklärte Diana Eltahawy, stellvertretende Regionaldirektorin von Amnesty International für den Nahen Osten und Nordafrika: 

„Es ist ungeheuerlich, dass die Behörden der Islamischen Republik Iran die Todesstrafe weiterhin als Waffe einsetzen, um abweichende Stimmen auszulöschen und die Bevölkerung weiter einzuschüchtern, während diese ohnehin unter dem Schock des Konflikts und der Trauer angesichts der anhaltenden Luftangriffe Israels und der USA leidet.

Die Todesstrafe verletzt das Recht auf Leben und ist die schlimmste Form grausamer, unmenschlicher und erniedrigender Bestrafung. Todesurteile, die nach schwerwiegenden Verletzungen des Rechts auf ein faires Verfahren vollstreckt werden, sind willkürliche Hinrichtungen. Alle Staaten sind dringend aufgefordert, die iranischen Behörden aufzufordern, alle Hinrichtungen sofort zu stoppen und ein Moratorium für alle Hinrichtungen zu verhängen, mit dem Ziel, die Todesstrafe abzuschaffen.“

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