23 internationale Athletinnen und Athleten fordern die UN und Regierungen zum Handeln gegen Hinrichtungen im Iran auf.

JuDer Sport hat uns Mut gelehrt sowie die Verteidigung von Freiheit und Menschenwürde

Dreiundzwanzig internationale Sportlerinnen und Sportler aus verschiedenen Disziplinen haben eine Erklärung zur Verurteilung der unmenschlichen Hinrichtungswelle im Iran veröffentlicht.

Zu den Unterzeichnerinnen der Erklärung gehören neun Sportlerinnen aus verschiedenen Sportarten, darunter:

Martina Navratilova (Tschechische Republik/USA) – ehemalige Weltranglistenerste im Damentennis.

Sharron Davies MBE (Vereinigtes Königreich) – Schwimmerin und Olympiamedaillengewinnerin.

Solmaz Abouali (USA) – 16-fache US-Meisterin und dreifache Weltmeisterin im traditionellen Karate.

Tracy Edwards MBE (Vereinigtes Königreich) – „Yachtsman of the Year“ 1990; Skipperin der ersten rein weiblichen Crew beim Whitbread Round the World Yacht Race.

Inga Thompson (USA) – Radsportlerin, Olympionikin, zehnfache US-Meisterin und dreifache Weltmedaillengewinnerin.

Carylynn Johnson (USA) – Ultramarathonläuferin und Mitglied der US-Nationalmannschaft; Gewinnerin von zwei Team-Goldmedaillen und einer Team-Silbermedaille bei den IAU-24-Stunden-Weltmeisterschaften.

Monica Aksamit (USA) – Säbelfechterin, olympische Bronzemedaillengewinnerin und Goldmedaillengewinnerin bei den Panamerikanischen Spielen.

Golpar Parvardeh (Schweden) – Turnerin und Silbermedaillengewinnerin bei den Europameisterschaften im TeamGym.

Elham Asem (Norwegen) – Brazilian-Jiu-Jitsu-Kämpferin und Schiedsrichterin; Amateur-Weltmeisterin im BJJ; Goldmedaillengewinnerin bei den internationalen AJP-Meisterschaften in Lissabon und Mailand.

Weitere internationale Sportler, die die Erklärung unterzeichnet haben, sind:

Craig Foster (Australien) – ehemaliger Kapitän der australischen Fußballnationalmannschaft.

Alberto Frati (Italien) – Boxer; ehemaliger UBO-International-Superfedergewichtsmeister.

Nikolai Terteryan (Dänemark) – Boxer; Goldmedaillengewinner bei den Europaspielen.

Moslem Eskandar Filabi (Iran) – Olympionike und Goldmedaillengewinner bei den Asienspielen im griechisch-römischen Ringen.

Bahram Mavaddat (Iran) – ehemaliger Torwart der iranischen Fußballnationalmannschaft.

Mohammad Ghorbani (Iran) – Olympionike und Goldmedaillengewinner im Freistilringen bei Weltmeisterschaften und Asienspielen.

Manouchehr Arastoopour (Iran) – Goldmedaillengewinner bei den World Masters Rowing Championships.

Ali Ziaei (Kanada) – ehemaliger nationaler Sanshou-Meister und Mitglied der kanadischen Wushu-Nationalmannschaft.

Chris Cook (Vereinigtes Königreich) – Schwimmer, Olympionike und zweifacher Goldmedaillengewinner bei den Commonwealth Games.

Vladyslav Heraskevych (Ukraine) – Olympionike und Skeleton-Athlet.

Shea McAleese (Neuseeland) – Olympionike; ehemaliges Mitglied der neuseeländischen Hockeynationalmannschaft; Bronzemedaillengewinner bei den Commonwealth Games.

Asghar Adibi (Iran) – ehemaliges Mitglied der iranischen Fußballnationalmannschaft.

Eli Bremer (USA) – Olympionike im Modernen Fünfkampf.

In ihrer Erklärung betonten die Sportlerinnen und Sportler: „Der Sport hat uns Mut gelehrt sowie die Verteidigung von Freiheit und Menschenwürde.“ Sie fügten hinzu, dass sie sich deshalb verpflichtet fühlten, für die Rechte des iranischen Volkes einzustehen – insbesondere für jene Sportchampions, die ihre Stimme für die Freiheit erhoben haben.

In der Erklärung heißt es unter anderem:

„Seit Mitte März erlebt der Iran eine schreckliche Welle von Hinrichtungen politischer Dissidenten, die eine der schwersten Repressionswellen der vergangenen drei Jahrzehnte markiert. Dutzende Menschen wurden nach unfairen Gerichtsverfahren und erzwungenen Geständnissen hingerichtet.

Das theokratische Regime, das einen weiteren Aufstand fürchtet, hat den Deckmantel des Krieges genutzt, um den wachsenden Protest zu unterdrücken. Mehrere Opfer dieser Hinrichtungen waren Demonstranten, die während des Aufstands im Januar 2026 festgenommen worden waren. Unter ihnen befanden sich Saleh Mohammadi, ein 19-jähriger nationaler Ringerchampion, und Sasan Azadvar Joonaghan, ein 21-jähriger Karatechampion“, heißt es in dem Schreiben.

Facebook
Twitter
LinkedIn
Pinterest