Christenverfolgung stoppen! Menschenrechtler fordern wirksamen Einsatz der Weltgemeinschaft für die sofortige Freilassung der Gefangenen, die im Iran aufgrund ihrer Überzeugungen oder religiösen Aktivitäten inhaftiert wurden.

Die iranische Christin Ghazal Marzban (Bild) ist im Teheraner Evin-Gefängnis in Gefangenschaft, weil sie an ihrem christlichen Glauben festhält. Die Gefangene wurde im Mai allein wegen ihres Glaubens von einem Regime-Gericht zu neun Jahren und 8 Monaten Gefängnis verurteilt. Seither hat sie mehrfach mit Hungerstreiks gegen das unrechtmäßige Haftstrafe protestiert.
Ghazal Marzban, die in Teheran lebt, hat ein Jurastudium abgeschlossen, darf jedoch nicht als Anwältin arbeiten, da sie vom Islam zum katholischen Glauben konvertierte. Die 41-jährige Christin wurde im Januar 2026 im Zusammenhang mit den landeweiten Protesten gegen das Regime in ihrer Wohnung verhaftet. Dabei konfiszierten Regime-Gardisten Bibeln und andere christliche Bücher. Im Gefängnis wurde sie misshandelt, um sie zu zwingen, sich mit einer Falschaussage selbst zu belasten, was die Christin jedoch verweigerte.
Bereits 2024 war Ghazal Marzban zwei Monate lang in Haft. Sie protestierte mehrfach gegen die Christenverfolgung im Iran und appellierte öffentlich an den Papst, die Unterdrückung in ihrer iranischen Heimat anzuprangern.
Der Ehemann von Ghazal Marzban, der ebenfalls die christlichen Glauben angenommen hat, leidet an Parkinson und ist auf Medikamente angewiesen. Der Zugang zu den Medikamenten wurde dem Ehepaar aufgrund der Verfolgung immer wieder erschwert.
Appell an die Weltgemeinschaft zum Einsatz für verfolgte Christen
Menschenrechtler fordern umgehendes Handeln der Weltgemeinschaft für die bedingungslose Freilassung von Christen und Angehörigen anderer religiöser oder weltanschaulicher Minderheiten, die im Iran aufgrund ihrer Überzeugungen oder religiösen Aktivitäten inhaftiert wurden.
Außerdem muss das iranische Regime für die Nichteinhaltung seiner völkerrechtlichen Verpflichtungen, einschließlich der Förderung, des Schutzes und der Verwirklichung der Religions- und Weltanschauungsfreiheit für alle seine Bürger, international strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Für iranische Christen, die internationalen Schutz suchen, müssen faire Asylverfahren gewährleistet werden.



