
Erklärung mit der Forderung nach sofortigem Handeln zur Verhinderung der Hinrichtung der 25-jährigen politischen Gefangenen Arghavan Fallahi.
Das Berufungsgericht in Teheran hat die hohen Haftstrafen gegen fünf christliche Konvertiten im Iran, darunter zwei Frauen, bestätigt. Die Strafen belaufen sich insgesamt auf 55 Jahre Haft.
Am Sonntag, dem 5. Juli 2026, bestätigte das Berufungsgericht in Teheran eine 17-jährige Haftstrafe gegen Ayda Najaflou, eine achtjährige Haftstrafe gegen Lida Alexani sowie jeweils zehnjährige Haftstrafen gegen drei männliche christliche Konvertiten.
Zu den konkreten Vorwürfen, die das Regime der Mullahs gegen diese Personen erhoben hat, gehören „Propaganda gegen den Staat“ und „Handeln gegen die nationale Sicherheit“.
Ayda Najaflou, eine Gewissensgefangene und christliche Konvertitin, bei der ein erhebliches Risiko einer Rückenmarksverletzung besteht, wurde im Februar 2025 festgenommen. Zunächst wurde sie im Haftzentrum des iranischen Geheimdienstministeriums, der Abteilung 209 des Evin-Gefängnisses, festgehalten. Am 21. Dezember 2025 wurde sie schließlich gegen Kaution freigelassen.
Lida Alexani wurde am 13. April 2025 festgenommen und einen Monat später, am 13. Mai 2025, gegen Kaution freigelassen. Beide christlichen Konvertitinnen leben in Teheran.
Obwohl das Christentum nach der Verfassung des iranischen Regimes offiziell als religiöse Minderheit anerkannt ist, reagieren die iranischen Sicherheitsbehörden besonders empfindlich auf den Übertritt von Muslimen zum Christentum und gehen häufig mit harten und repressiven Maßnahmen dagegen vor.



