Steigende Hinrichtungszahlen im Iran: Zeichen der systematischen Straffreiheit

In der letzten Woche berichtete Iran Human Rights Monitor (IHRM) über steigende Hinrichtungszahlen im Iran. Die Ernennung von Ebarhim Raisi als neuer Präsident des Regimes scheint diesen Trend verstärkt zu haben. Raisi ist für seine Beteiligung auf höchster Ebene am Massaker von 30.000 politischen Gefangenen im Sommer 1988 berüchtigt.
Die Hinrichtungstraten scheinen die Erwartungen zu bestätigen, dass mit der Amtszeit von Raisi Verhaftungen, unmenschliche Bestrafungen und Hinrichtungen im Iran steigen werden. Iran Human Rights Monitor bestätigt dies in seinem monatlichen Bericht und bezieht sich in ihm nicht nur auf die Hinrichtungszahlen, sondern auch auf andere politisch motivierte Aktionen wie das öffentliche Demütigen von Kriminellen oder öffentliche Hinrichtungen, die dazu dienen, das Volk einzuschüchtern.
IHRM betont, dass im Juli mindestens 26 Personen hingerichtet wurden. Dies bestätigt den steigenden Trend und lässt vermuten, dass dies in Zukunft so weiter gehen wird. Es ist zudem zu befürchten, dass diese Zahlen im Wahrheit noch höher sind. Teheran hat eine lange Geschichte der Vermeidung der Bekanntgabe von Hinrichtungen und spielt diese Praxis so herunter.